Kostenloser Versand
ab 100 € Bestellwert
Servicehotline
+49 (0)7702 479819 0

Wasserqualität

Seite 1 von 1
12 Artikel gefunden, zeige Artikel 1 - 12

Ein wichtiger Faktor für jeden Koiteich und für das Wohlergehen der Karpfen ist die Wasserqualität, denn nur mit der richtigen Wasserqualität kann der Koi so gedeihen, wie er das in der Natur auch tun würde. Eine mangelnde Wasserqualität dagegen kann die Fische krank machen oder in der Fortpflanzung behindern. Entscheidend für die Wasserqualität sind vor allem der Messwert von Giftstoffen, der Säuregrad und die Wasserhärte.

Grundlagen der Wasserqualität im Karpfenteich

Der pH-Wert ist der entscheidende Faktor für die Wasserqualität im Karpfenteich und gibt den Säuregrad an, also ob das Teichwasser eher sauer oder eher basisch ist. Für den Koi sollte der pH-Wert zwischen 7 und 8 liegen, das Wasser also neutral bis leicht basisch sein. Mithilfe eines Messstäbchens oder eines Messgeräts lässt sich der pH-Wert im Teich ganz leicht feststellen. Die Wasserqualität lässt sich durch leichte, schrittweise Zugabe von Phosphor- oder Schwefelsäure (zur Senkung des pH-Wertes) oder Calciumcarbonat (zum Erhöhen des pH-Wertes) angleichen. Um einen konstanten pH-Wert zu gewährleisten, ist eine ausreichende Karbonathärte im Wasser erforderlich. Ein hoher Karbonathärte-Wert (auch KH-Wert genannt) verhindert Schwankungen im pH-Wert. Dies ist besonders beim Koi wichtig, da bereits geringe Schwankungen im Säuregrad des Wassers die Fische an Kiemen und Flossen verätzen können.

Abfallstoffe: Messung und Entfernung aus dem Teich

Wird Eiweiß zersetzt, so entsteht als Abfallprodukt Ammoniak. Dies ist auch dann der Fall, wenn die Ausscheidungen der Koi-Karpfen oder Futter- und Pflanzenreste im Teich zersetzt werden, deswegen empfiehlt sich eine regelmäßige Messung des Ammoniakgehalts im Wasser. Ammoniak beeinflusst nicht nur die Wasserqualität negativ, sondern ist ab einer Menge von 2mg/Liter potentiell tödlich für Koi-Karpfen. Einflussfaktoren auf den Ammoniakhaushalt des Teiches sind der biologische Filter, der im Teich gehaltene Fischbestand und die Größe des Teiches. Biologische Filter reduzieren Ammoniak zunächst zu Nitrit, anschließend zu Nitrat. Erst als Nitrat ist der Stoff ungiftig, wirkt sich aber dennoch auf die Wasserqualität aus, da Nitrat die Algenbildung befördert, was seinerseits durch einen guten Pflanzenfilter ausgeglichen werden muss. Die Pflanzen verbessern die Wasserqualität, indem sie das Nitrat selbst aufnehmen, noch ehe es zur verstärkten Algenbildung kommen kann. Anstelle eines Pflanzenfilters bietet sich auch eine Umleitung des Wassers aus dem biologischen Filter durch einen dicht bepflanzten Umlauf an, ehe es wieder in den Koi-Teich geleitet wird. Wird bei der Messung bereits ein hoher Ammoniakwert festgestellt, so müssen große Teile des Wassers schnellstmöglich ausgetauscht werden, um die Wasserqualität wieder zu regulieren.

Faktor Wasserhärte - Entscheidend für pH-Wert und Wasserqualität

Neben der Karbonathärte, welche den pH-Wert reguliert, ist auch die Gesamthärte des Wassers von entscheidender Bedeutung für die Wasserqualität. Die in °dKH gemessene Karbonathärte sollte mindestens 4°dKH betragen, Werte über 6 sind jedoch besser und gewährleisten eine konstante Abfederung. Um die Wasserqualität und Wasserhärte entscheidend zu beeinflussen und den Teich optisch zu verschönern, können Koibesitzer auch zu Figuren aus Gips oder Korallen in geringen Mengen greifen. Neben der Karbonathärte ist auch die Nichtkarbonathärte ein entscheidender Einfluss auf die Gesamthärte des Wassers. Die Verbreitung von Kalzium, Magnesium und vielen weiteren Mineralien gibt die Gesamthärte des Wassers an. Nicht nur für den Koi, sondern für das gesamte Ökosystem im Teich sind diese Mineralien lebenswichtig. Eine Gesamthärte zwischen 10 und 15°dH ist der ideale Bereich, in dem Koi gedeihen können. Höhere Werte sind zwar nicht sofort schädlich, verringern jedoch die Leuchtkraft und den satten Ton der Koi-Schuppen.

Gesunde Koi und ein gesunder Teich dank stabiler Wasserqualität

Durch die konstante Überwachung von Säuregrad, Wasserhärte und Giftstoffen im Wasser gewährleisten Teichbesitzer beste Bedingungen für die Koihaltung. Bei hoher Wasserqualität fühlen die Koi-Karpfen sich nicht nur wohl, sondern können sich auch ungestört fortpflanzen und finden die optimalen Bedingungen für ein natürliches Leben.