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Die Wasserqualität ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Koi-Haltung, denn Wasser ist der Lebensraum des Koi. Doch woher kommt das Wasser für einen Koi-Teich? Welche Faktoren sind für eine gute Wasserqualität maßgeblich, welche schaden ihr? Was ist zu tun, wenn Algen den Koi-Teich dominieren? Welche Mittel zur Algenbekämpfung gibt es, die dem Koi nicht schaden?

Das Befüllen eines Koi-Teichs: Welches Wasser ist das richtige?

Das Wasser in einem Koi-Teich muss für eine gute Wasserqualität zwei Kriterien erfüllen: Es muss einem Koi einen natürlichen Lebensraum mit günstigen Lebensbedingungen bieten. Außerdem muss es ausreichend Mineralien und Nährstoffe enthalten, um die Lebensbedingungen für den Koi zu sichern und zu stabilisieren. Welches Wasser erfüllt diese Anforderungen, um als gute Wasserqualität für Koi bezeichnet zu werden? Ist es Wasser aus der Leitung, aus einem Brunnen, oder ist Regenwasser die beste Alternative? Um den Koi-Teich mit Wasser zu füllen, wird regelmäßig Leitungswasser verwendet. Leitungswasser enthält unter anderem Chlor, sodass es Lebensmittelqualität erreicht. Leitungswasser ist allerdings im Gegensatz zu Wasser aus natürlichen Gewässern tot, da es keine Mikroorganismen enthält. Sehr viel besser für einen Koi-Teich geeignet ist Brunnenwasser, wobei die Wasserqualität vorab getestet werden sollte. Im Koinet Onlineshop erhalten Sie Zubehör für Wassertests, um die Wasserqualität zu überwachen. Regenwasser ist oftmals mit Schadstoffen belastet, sodass es nur bedingt für das Befüllen eines Koi-Teichs geeignet ist. Wer dennoch Regenwasser nutzen möchte, sollte eine Regenperiode abwarten und nicht das erste Regenwasser nach längerer Trockenheit auffangen. Welches Wasser auch immer verwendet wird, es sollte nach dem Befüllen mindestens vier Wochen bei Temperaturen um die 16 Grad Celsius ohne Koi stehen bleiben. Nur dann sind die notwendige bakterielle Entwicklung und die Ansiedlung von Mikroorganismen sowie eine gute Wasserqualität sichergestellt. Dieser Vorgang wird als "einfahren" bezeichnet. In dieser Phase können sich Bakterien, Phytoplankton, Zooplankton, Algen und Kleinstlebewesen ansiedeln. Dass der Teich eingefahren ist, erkennt man daran, dass das zuvor trübe Wasser auf einmal ganz klar wird. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich zwischen Auf- und Abbauvorgängen ein Gleichgewicht eingestellt und sich die Wasserqualität verbessert hat.

Die wichtigsten Wasserparameter: Vom pH-Wert bis zum Sauerstoff

Die optimale Wasserqualität für den Koi-Teich ist abhängig von den Wasserparametern, von denen einige durch eine Filteranlage beeinflusst werden können, andere jedoch nicht. Zu den wichtigsten Wasserparametern, die maßgeblich die Wasserqualität und damit den Lebensraum von Koi bestimmen, gehören Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff, Ammoniak, der pH-Wert, das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, Stickstoffverbindungen, Phosphor und Stickstoff. Das klingt komplizierter, als es ist, und tatsächlich lohnt es sich, sich mit den Grundzügen der Wasserqualität zu befassen - dem Koi zuliebe.

Die nicht oder wenig veränderbaren Wasserparameter

Die Wasserqualität des Koi-Teiches wird von den gegebenen Wasserwerten bestimmt. Dazu gehört der pH-Wert, der im Idealfall einen Wert zwischen 6 und 8,5 aufweist. Natürliche Gewässer, zum Beispiel Seen, haben meist einen pH-Wert von ungefähr 8,3. Voraussetzung ist eine normale Wetterlage in den Frühjahrs- und Herbstmonaten, in denen die Sonneneinstrahlung sowie die Temperaturen eher mäßig sind. Auch der Härtegrad des Teichwassers für Koi kann nur geringfügig beeinflusst werden. Der Härtegrad von Wasser ist abhängig von der Konzentration der im Wasser gelösten Ionen der Erdalkalimetalle, zu denen Magnesium, Kalzium, Barium und Strontium gehören. Das gilt auch für den Kohlendioxid-Gehalt im Koi-Teich. Dieser wird unter anderem durch den Verbrauch des Phytoplanktons, durch die Belüftung und die Freisetzung von Bakterien bestimmt, die beim Abbau organischer Stoffe freigesetzt werden. Zusätzliche Quellen, welche die Wasserqualität mit Kohlendioxid anreichern, sind die Atmungsvorgänge von im Koi-Teich befindlichen Lebewesen. Das sind natürlich die Koi selbst und unter anderem auch Pflanzen und Algen, die tagsüber für die Photosynthese Kohlendioxid benötigen, während sie in der Nacht Kohlendioxid produzieren.

Die veränderbaren Wasserparameter

Anderes gilt für Stickstoffverbindungen wie Nitrit, Nitrat und Ammonium sowie für den Phosphat- und den Sauerstoffgehalt. Auch sie beeinflussen die Wasserqualität, können jedoch auf verschiedene Weise beeinflusst werden. Koi können wie andere Fische auch durch Stickstoffverbindungen geschädigt werden. Eine der Stickstoffverbindungen ist Ammoniak, das sich im Wasser wie Gas verhält. Bei einem ansteigenden Ammoniakgehalt im Teich kann sich die Konzentration im Blut der Fische erhöhen. Das wiederum kann - abhängig von der Ernährung und von der Gesamtverfassung eines Koi - zu Schädigungen des Tieres führen. Dies äußert sich unter anderem in einem Anstieg des Sauerstoffbedarfs, des Blutdruckes und der Herzfrequenz. Die toxische Wirkung von Ammoniak zeigt sich also insbesondere bei geschwächten Koi. Eine weitere Stickstoffverbindung ist Nitrit, das über die Kiemen in das Blut der Koi gelangen und je nach Verfassung des Koi eine toxische Wirkung entfalten kann. Die toxische Wirkung der Stickstoffverbindungen in einem Koi-Teich kann jedoch durch die Wasserqualität, insbesondere durch einen hohen Sauerstoffgehalt sowie durch einen hohen Ascorbinsäuregehalt im Futter und über Chloridkonzentrationen ausgeglichen werden. Phosphorverbindungen sind für die Lebensfunktionen aller Lebewesen von essenzieller Bedeutung. Um die Wasserqualität durch Phosphor zu verbessern, wird Phosphor dem Koi-Teich über das Futter zugeführt. Phosphor ist ein exzellenter Pflanzendünger, der über die Wasserpflanzen und Algen aufgenommen wird, deren Wachstum begünstigt und eine Algenbekämpfung erforderlich macht. Sauerstoff kann nur bedingt im Wasser gelöst werden, sodass der Sauerstoffgehalt im Wasser vergleichsweise gering ist. Ein Sauerstoffmangel kann bei einem Koi schnell zu Schädigungen führen. Sauerstoffdefizite entstehen unter anderem bei ungenügender Belüftung, bei unzureichendem Wasserdurchstrom, bei einem starken mikrobiellen Abbauprozess von Wasserpflanzen, durch die Atmung der Koi sowie durch Laubbefall des Koi-Teichs und Reste von Futter oder Kot. Der Sauerstoffbedarf ist abhängig von der Stoffwechselintensität der Koi sowie von der Wassertemperatur. Sauerstoffmangel bei Koi wird sichtbar durch eine wachsende Unruhe, durch Nahrungsverweigerung, durch Notatmung und auch durch den Verlust an Körpermasse. Für die Koi und auch für die Wasserqualität im Teich ideale Temperaturen liegen zwischen 23 und 25 Grad Celsius, während extreme Temperaturschwankungen zu Stresssituationen bei Koi führen, schlimmstenfalls zu Schädigungen oder zum Tod. Plötzliche Temperatursenkungen um mehr als 10 Grad Celsius können zu Kälteschäden führen, die mit Haut- und Darmschädigungen einhergehen. Das gilt insbesondere umso mehr bei einem Kälteschock und Temperaturen unter 5 Grad Celsius, bei denen Koi durch eine Lähmung des Atemzentrums verenden.

Algenbekämpfung: Wenn Algen den Sauerstoff im Koi-Teich rauben

Ein besonderes Problem für die Wasserqualität in einem Koi-Teich können das Algenwachstum und die daraus resultierende Algenbekämpfung sein. Solange das ökologische Gleichgewicht im Koi-Teich ausgeglichen ist, sind Algen keine Gefahr. Bei einem vermehrten Algenwachstum ist der Koi-Teich-Besitzer jedoch aufgefordert, etwas zur Algenbekämpfung zu unternehmen. Manchmal reichen einfache Mittel für die Algenbekämpfung aus. Das gilt zum Beispiel bei vermehrtem Wachstum von kleinen Blau- oder Grünalgen, gegen die keine direkte Algenbekämpfung notwendig ist, da in den Koi-Teich gesetzte Wasserflöhe für die Algenbekämpfung und die Sicherung der Wasserqualität ausreichend sind.

Die Ursachen einer vermehrten Algenbildung

Ein großes Problem für Teichbesitzer sind Fadenalgen, welche die Algenbekämpfung erschweren, da sie sich nur schlecht von Oberflächen ablösen lassen. Sie bilden ganze Algenteppiche, treiben nestförmig auf der Oberfläche des Koi-Teichs oder ballen sich an Wasserpflanzen haarbüschelähnlich zusammen, was die Algenbekämpfung erschwert. Eine mögliche Ursache für die Algenbildung ist ein hoher Phosphatgehalt, der das Pflanzenwachstum begünstigt und eine Algenbekämpfung erfordert. Im biologischen Gleichgewicht befindet sich ein Koi-Teich, wenn die Konzentration von Phosphat unter 0,035 Milligramm pro Liter liegt. Ursächlich für die Algenbildung können Reste von Laub, Zweigen, Kotreste oder abgestorbene Wasserpflanzen sein, die den Koi-Teich mit Phosphat anreichern. Auch billiges Koi-Futter hat einen hohen Phosphatanteil. Selbst Blütenpollen können den Phosphatgehalt im Koi-Teich erhöhen und die Wasserqualität mindern. Problematisch kann auch eine längere Sonneneinstrahlung werden, die das Algenwachstum begünstigt und die Algenbekämpfung erforderlich macht.

Die Algenbekämpfung im Koi-Teich

Wichtig für die Algenbekämpfung und die Wasserqualität ist eine regelmäßige Kontrolle der Phosphatwerte. Die Wasseroberfläche des Teichs sollte regelmäßig von Laub und anderen Pflanzenresten befreit werden. Unterstützend kann der Koi-Teich mit einem Laubnetz abgedeckt werden. Darüber hinaus gibt es im Koinet Onlineshop eine Reihe von Produkten zur Algenbekämpfung. Bei einer sorgfältigen Beachtung der Dosierung und der Anwendungsart sind die Mittel für die Algenbekämpfung für die Koi ungefährlich. Manche Mittel für die Algenbekämpfung bestehen aus biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen und sind frei von chemischen Zusätzen. Die Algen nehmen die in dem Mittel zur Algenbekämpfung enthaltenen Wirkstoffe auf und sterben ab. Sie werden über das Filtersystem aus dem Koi-Teich entfernt. Manche Mittel zur Algenbekämpfung enthalten Mineralstoffe und natürliche Mikroorganismen. Bei dieser Art der Algenbekämpfung kann eine zusätzliche Sauerstoffzufuhr erforderlich sein.