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Traditionell in Japan kultiviert, erfreut sich der Koi-Teich seit einigen Jahren auch in unseren Breitengraden wachsender Beliebtheit. Bevor das Gewässer für die interessanten Zierfische jedoch angelegt werden kann, sollten bei der Planung bestimmte Aspekte bedacht werden.

Der richtige Standort für den Koi-Teich - grundsätzliche Überlegungen

Bevor der Koi-Teich angelegt wird, ist zunächst die Wahl eines geeigneten Standortes innerhalb der heimischen Grünanlage wichtig: Die Wassertemperaturen betragen an dem ausgewählten Standort für den Koi-Teich im Frühjahr idealerweise 14 bis 18 Grad, während der Sommermonate 20 bis 26 Grad und in der kalten Jahreszeit maximal 4 Grad. Um diese optimalen Bedingungen zu gewährleisten, hat es sich bewährt, den Koi-Teich so anzulegen, dass er im Tagesverlauf zu einem Drittel im Schatten und zu zwei Dritteln in der vollen Sonne liegt; auf diese Weise heizt sich das Wasser im Koi-Teich auch während einer längeren Hitzeperiode im Sommer nicht zu sehr auf. Darüber hinaus sind auch alle Pflanzen, die sich in unmittelbarer Nähe des gewählten Teichareals befinden, bei der Planung zu berücksichtigen. Gartenbesitzer sollten einen Koi-Teich beispielsweise nicht in der Nähe von laubabwerfenden Bäumen anlegen: Im Herbst das in den Teich herabgefallene Laub zu beseitigen, bedeutet einen zusätzlichen Aufwand bei der Pflege des Teiches.

Der Koi-Teich - optimal anlegen in der Nähe des Hauses

Besonders gute Bedingungen für den Koi-Teich bietet eine möglichst hausnahe Lage. Vor allem der Bereich direkt unter der Terrasse hat sich bewährt. Zum einen bietet dieser Standort optimale Temperaturbedingungen, zum anderen sind die Fische von der Terrasse aus besonders bequem zu beobachten. Nicht zuletzt gestaltet sich auch die Unterbringung der Technik besonders einfach, wenn eine hausnahe Lage gewählt wird: Materialien für Wartung und Pflege des Teiches können bequem im Haus untergebracht werden. Außerdem lassen sich bereits vorhandene Ansteckdosen für den Betrieb von Filter, Pumpe oder Teichbeleuchtung nutzen. Künftige Teichbesitzer müssen übrigens nicht befürchten, dass das Gewässer Mückenschwärme in die Nähe des Hauses lockt, denn diese werden teilweise von den Fischen verzehrt.

Komfortable Alternative für Bauherren - der Koi-Teich im Haus

Wer einen Koi-Teich im Rahmen eines Hausbaus in anlegen möchte, sollte die Möglichkeit des teilweise im Gebäude integrierten Gewässers überdenken; nach dem Vorbild der japanischen Version können die Teiche teilweise auch bis ins Haus reichen. Diese Möglichkeit bietet zahlreiche Vorteile: Zum einen haben die Fische immer die Möglichkeit, sich in einen wärmeren Bereich zurückzuziehen; andererseits bietet der teilweise ins Haus integrierte Koi-Teich dem Halter zusätzlichen Komfort, da die Pflege und die Beobachtung der Fische auch bei schlechter Witterung sehr bequem ist. Allerdings ist die Möglichkeit meist mit einem erheblich höheren Kostenaufwand verbunden. Im Übrigen sollten die Zierfische keinesfalls komplett im Haus in einem Aquarium gehalten werden; um jedem einzelnen Koi ausreichend Platz zu bieten, wäre eine Konstruktion mit erheblichen Ausmessungen erforderlich, die im Haus nur schwerlich umgesetzt werden können. Koinet ist Ihr Spezialist für ins Haus integrierte Koiteiche, sprechen Sie uns gerne an!

Teichgrube für den Koi-Teich anlegen: Abmessungen richtig berechnen

Um die optimalen Abmessungen für den Koi-Teich zu ermitteln, sollte sich der künftige Teichbesitzer zunächst darüber im Klaren sein, dass es sich bei dieser Art von Zierfischen nicht um Einzelgänger handelt. Um den Tieren ein angenehmes Leben zu bieten, müssen deshalb mindestens fünf Koi das Gewässer bevölkern. Zusätzlich ist zu bedenken, dass jeder einzelne Koi einen Lebensraum benötigt, der dem Volumen von etwa 1500 Liter Wasser entspricht. Das optimale Teichbecken muss daher bei einer Mindestzahl an Tieren wenigstens 7500 Liter Wasser fassen. Doch auch die Verteilung dieses Volumens ist beim Anlegen der Teichgrube von Bedeutung: So sollte die Anlage insgesamt eine längliche Form aufweisen sowie über eine ausreichende Tiefe verfügen, damit die Tiere in der kalten Jahreszeit auch bei gefrorener Wasseroberfläche über ausreichend Bewegungsfreiheit verfügen und im Sommer nicht überhitzt werden. Zwar werden häufig Empfehlungen von etwa 150cm Bodentiefe ausgesprochen, jedoch hat es sich gezeigt, dass sich die Tiere insbesondere bei großem Fischbestand in einer Grube von 180 Zentimetern bis zwei Metern am wohlsten fühlen. Allerdings gilt bei Anlagen größeren Ausmaßes auch die rechtliche Seite zu bedenken, da diese gegebenenfalls eine Baugenehmigung benötigen. Außerdem müssen bestimmte Sicherheitsaspekte bedacht werden, um beispielsweise Kinder vom Sturz in den Teich zu bewahren.

Folie, Beton oder klassisches Teichbecken - den Koi-Teich auskleiden

Zum Auskleiden des Teichbeckens stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, die vor allem von der Art des Untergrunds abhängen. Handelt es sich um einen überwiegend festen Boden aus Lehm oder Ton, können spezielle Teichfolien zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um eine besonders kostengünstige Variante. Es hat sich bewährt, die Folie direkt an der ausgehobenen Stelle auf die richtige Größe zuschneiden zu lassen. Unter die Folie werden zusätzlich noch eine schützende Sandschicht sowie eine Wurzelschutzfolie verlegt. Den Koi-Teich mit Folie auszukleiden bietet einen entscheidenden Nachteil: Selbst bei sehr sorgfältigem Arbeiten lässt sich ein Faltenwurf kaum verhindern; in diese kann sich dann später Faulschlamm und Schmutz im Koi-Teich einnisten und die Qualität des Teichwassers beeinträchtigen. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird zur häufig der Betonguss zur Auskleidung des Teiches gewählt, vor allem, wenn der gewählte Standort einen lockeren Untergrund präsentiert. In diesem Fall verhilft ein Betonbecken, das aus Beton gegossen und zusätzlich mit einer Schicht Polyester versehen wurde, zu zusätzlicher Stabilität und besonderer Robustheit. Darüber hinaus kann zwischen der Beton- und Polyesterschicht eine zusätzliche Wärmedämmung eingebaut werden. Vorteilhaft ist die Betonauskleidung auch bei einer Generalüberholung des Teiches, bei der das Gewässer trockengelegt wird: Dann lässt sich das Becken leicht mit einem Hochdruckreiniger reinigen. Als besonders kostenintensive Variante präsentiert sich das Fertigbecken aus Kunststoff, das mit Gasfasern verstärkt ist; dabei handelt es sich ebenfalls um eine sehr strapazierfähige und haltbare Lösung für den Koi-Teich. Außerdem bietet diese Auskleidung den Vorteil, dass das Becken stets nach den Vorgaben des Teichbesitzers individuell modelliert werden kann. Allerdings handelt es sich hierbei auch um die kostenintensivste Alternative.

Pflanzen für den Koi-Teich

Unterschiedliche Pflanzen in und rund um den Koi-Teich sorgen nicht nur für ein optisch harmonisches Gesamtbild der Anlage, sondern sie übernehmen darüber hinaus wichtige Funktionen. So können Uferpflanzen und Wasserpflanzen eine extreme Algenbildung unterbinden und für eine insgesamt gute Wasserqualität sorgen. Für die Bepflanzung im Koi-Teich eignen sich beispielsweise Seerosen, die sich durch ihre besondere Robustheit auszeichnen. Die großen Blätter der Pflanze schützen die Koi zusätzlich während der heißen Sommermonate vor Sonnenbrand. Für die Uferumrandung eignen sich beispielsweise Chinagras und Koniferen oder verschiedene Bambusarten; bei letzterem sollte allerdings zusätzlich eine Rhizomsperre eingebaut werden.

Technische Hilfsmittel für den Koi-Teich

Um die Koi und die gesamte Teichanlage langfristig gesund zu erhalten, ist die Anschaffung zusätzlicher technischer Hilfsmittel erforderlich. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang diverse Teichfilter, um die Qualität des Wassers, das im Laufe der Zeit durch die Tiere stark verschmutzt wird, aufrechtzuerhalten. Am Ende des Filters wird stets die Teichpumpe platziert, die dafür sorgt, dass das saubere Wasser wieder zurück in den Teich fließen kann. Zur Grundausrüstung gehören zusätzlich Oberflächensauger, die auch als Skimmer bezeichnet werden, sowie Bodenläufe. Diese sorgen dafür, dass das Wasser im Koi-Teich zuerst in den mechanischen und anschließend in den biologischen Filter gelangt. Es ist darauf zu achten, dass der biologische Filter über eine Belüftung verfügt, damit den Bakterien ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht. Sinnvoll sind darüber hinaus Kescher, um das Gewässer von Blättern zu befreien sowie wirksame Mittel gegen Algenwachstum; beides kann dem Koi-Teich auf Dauer schaden. Optimal angelegt und mit der richtigen Grundausstattung wird der künftige Teichbesitzer viel Freude an den Koi haben!