Winterfutter

Grundsätzlich gilt hier immer, dass es keine generelle Fütterungsempfehlung für die Winterzeit geben kann. Die Fütterung im Winter ist nicht als unproblematisch zu bezeichnen.

Bei der Fütterungsempfehlung sollte man sich an die Gegebenheiten in der Natur halten, denn die Fische zeigen es dem Züchter ganz deutlich, wann sie fressen möchten oder auch nicht. In den kalten Monaten geht die Bakterienteilungsrate effektiv zurück, aber durch das eingebrachte Winterfutter für den Koi wird eine zusätzliche Nährstoffgabe veranlasst. Bei der Dosierung für das Winterfutter sollte man grundsätzlich bedenken, dass sehr diszipliniert gefüttert. Eine kleine Dosierung des Winterfutters ist also durchaus ratsam. Wer die Winterfütterung richtig und gut dosiert vornimmt, der wird eine Annäherung an die natürliche Ernährung der Fische erreichen. Nur durch die Aufnahme von Nahrung kann der Koi Karpfen seine notwendige Energie aufnehmen, was aber nicht bedeutet, dass der Koi in den Herbstmonaten gemästet werden sollte.

Wichtiger ist vielmehr, die Fische nicht zu überfüttern, denn nur so können größere Fetteinlagerungen in den inneren Organen der wertvollen Fische vermieden werden. Auch die Fische, die hoch gemästet in die Winterruhe gehen, werden in der Regel Probleme bekommen, wenn häufige und starke Temperaturwechsel im Teich stattfinden. Man sollte grundsätzlich die Folgen der Überwinterung der Fische ohne sogenannte Konditionierung nicht ausschließen. Wichtiger ist wieder, die Fische mit der Konditionierung nur abzumildern.

Fütterung im Winter: Versorgung der Koi-Karpfen

Auch bei den Fischen hat der Organismus ein eigenes Gedächtnis, der Körper merkt sich also auch Durststrecken. Bei jeder Gelegenheit wird auch bei den sensiblen Fischen der Mechanismus der Reservenanlage ausgelöste werden. Durch diese Tatsache wird man spätestens im Frühjahr ein eingeschränktes Längenwachstum bei der Koi bemerken. Auch ist das Immunsystem der Tiere besonders im Frühjahr sehr anfällig, aber wer sich beim Winterfutter an die vorgegebenen Dosierungsanleitungen gehalten hat, kann davon ausgehen, dass er seine Fische optimal mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt hat. Eine gute Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen wird ebenfalls durch kleine Dosen während der Winterfütterung erreicht. Gleichzeitig wird das Immunsystem der Fische optimal versorgt.

Probleme & Gefahren bei der Winterfütterung

Sicher ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Verdauung bei den empfindlichen Fischen bei Temperaturen unter fünf Grad immer etwas problematisch wird. Sind die Wassertemperaturen also sehr niedrig, werden die Koi ist eine Winterstarre fallen, sie fressen in dieser Zeit praktisch gar nichts mehr. Wenn die Koi über die warmen Monate über gut im Futter gestanden haben, kann man abwägen, ob man die Tiere während der Ruhephase in Ruhe lassen möchte. Hat man aber schwächere Tiere im Teich, so sollte unbedingt das Winterfutter in ganz kleinen Dosen verabreicht werden. Eine sehr sparsame und an die Bedürfnisse der Tiere angepasste Fütterung im Winter ist also grundsätzlich zu empfehlen. Die Teiche sollten während der Gabe des Winterfutters auch nicht kälter als fünf bis sieben Grad werden. Ein großes Maß an Fingerspitzengefühl ist hier auch von Nöten, denn nur so werden die Fische optimal versorgt.

Während der Fütterung der Koi im Winter ist auch immer darauf zu achten, dass es zu keinem Filterausfall kommt und dass die Wasserwerte immer regelmäßig kontrolliert werden.