Teichfilter Eigenbau

Der Filter ist einer der wichtigsten Ausstattungsgegenstände im Koiteich. Das richtige Funktionieren des Filters ist für die Gesundheit der Tiere sehr wichtig. Wenn der Filter seiner Aufgabe nicht ordnungsgemäß nachkommt, kann es zu einer tödlichen Vergiftung der Fische kommen. Jedoch sind große Filteranlagen oft recht teuer. Daher kann es eine günstige Alternative sein, den Filter einfach selbst zu bauen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick können verschiedene Filterarten selbst gebaut werden. Obwohl die Aufgabe selbst nicht allzu schwer ist, muss diese sehr sorgfältig durchgeführt werden, da ein nicht richtig funktionierender Teichfilter für die Fische tödlich sein kann.

Welche Filter können im Eigenbau hergestellt werden?

In jedem Koiteich sollten zwei verschiedene Filter für die Reinhaltung des Wassers verwendet werden. Einer dieser Filter sorgt für die mechanische Reinigung des Wassers, indem er Schwebstoffe und andere Schmutzpartikel aus dem Wasser entfernt. Der andere Filter muss ein biologischer Filter sein. In diesem werden Bakterien angesiedelt, die auf biologische Weise Giftstoffe aus dem Wasser abbauen.

Für den Eigenbau eignen sich insbesondere die biologischen Filter. Deren Funktionsweise ist deutlich einfacher als die der mechanischen Filter. Die Schmutzpartikel verstopfen den Filter, daher müssen solche Filter selbstreinigend sein. Der Bau eines selbstreinigenden Filters ist jedoch sehr kompliziert und erfordert professionelle Heimwerker-Kenntnisse. Jedoch gibt es auch für Trommel- und Vliesfilter Anleitungen für den Eigenbau, die allerdings nur für Heimwerker-Profis zu empfehlen sind.

Biologische Filter selbst bauen

Ein biologischer Filter, der sehr einfach selbst zu bauen ist, ist der Rieselfilter. Dafür ist ein Rohr mit einem Durchmesser von etwa 40 bis 50 Zentimetern und einer Höhe von bis zu einem Meter erforderlich. Es können dafür verschiedene Materialien verwendet werden, die wasserbeständig sind. Der Boden muss mit einer rund zugeschnittenen Scheibe wasserdicht verschlossen werden. Sollten metallische Werkstoffe verwendet werden, kann die Bodenplatte festgeschweißt werden.

Leichter fällt es jedoch, einen Silikonkleber zu verwenden, wie er beispielsweise für den Bau von Aquarien genutzt wird. Der Silikonkleber ist außerdem auch geeignet, wenn andere Werkstoffe verwendet werden. Wichtig ist es zu beachten, dass der Silikonkleber keine Schadstoffe enthält. Kurz über dem Boden muss ein Loch für den Ablauf gebohrt werden. Für den Ablauf selbst können die günstigen handelsüblichen Bauteile verwendet werden. Schließlich muss der Teichbesitzer in eine Platte viele kleine Löcher bohren, durch die das Wasser rieselt. Diese sollte so angebracht werden, dass sie zur Reinigung des Filters entfernt werden kann. Der Filter ist so bereits funktionsfähig und muss nur noch mit einem geeigneten Filtermaterial befüllt werden.

Eine weitere Möglichkeit, einen Teichfilter selbst zu bauen, bietet sich durch die Verwendung von Regentonnen. Mit zwei oder drei Regentonnen kann so leicht ein Mehrkammernfilter gebaut werden. Besonders gut eignen sich dafür Regentonnen mit einem quadratischen Querschnitt. Diese Form erleichtert die Handhabung und ist auch etwas platzsparender. Die Regentonnen müssen miteinander verbunden werden, damit das Wasser von einer Tonne in die nächste fließen kann. Dafür müssen Löcher in die Tonnen gebohrt werden, die mit einem Ab- beziehungsweise Zulauf versehen und durch Rohre miteinander verbunden werden. Fachhändler für Koibedarf bieten diese Bauteile preiswert an. Die Tonnen müssen nun lediglich mit verschiedenen Filtermaterialien befüllt werden. Dazu bieten sich all diejenigen Filtermaterialien an, mit denen auch ein gekaufter Mehrkammerfilter bestückt werden kann.