Koi Haltung

Die Haltung von Koi ist weniger schwer, als man auf den ersten Blick annehmen mag. Lediglich etwas Zeit für die Pflege der Tiere und einen großen, gut ausgestatteten Naturteich braucht es für eine optimale Haltung. Um ihre schöne Farbenpracht gut entfalten zu können, brauchen Koi vor allem einen ausreichend tiefen Teich, der durch einen guten Filter mit klarem Wasser versorgt wird. Werden die Koi in künstliche Gewässern eingesetzt, ist aber durchaus eine Tiefe von etwa 30 bis 40 cm ausreichend. Grundsätzlich fühlen sie sich aber in Gewässern von etwa zwei Metern Tiefe und etwa 1.500 Litern Wasser für jeden Fisch am wohlsten. Ihre volle Pracht und Größe entfalten sie bei besten Voraussetzungen.

Auch wenn die Fische nach einiger Zeit sehr zutraulich gegenüber Menschen werden können, sollte ihr außergewöhnliches Gruppenverhalten immer berücksichtigt werden und mindestens sechs Tiere in einer Gruppe gehalten werden. Wegen ihres blinden Vertrauens bringen sich vor allem kleine und junge Koi-Karpfen manchmal in Gefahr. Greifvögel oder Katzen attackieren die Tiere und können sie schwer verletzen oder gar töten. Abfallende und hohe Ränder an den Ufern minimieren das Problem und schützen die Fische.

Wasserqualität im Koiteich – das A und O der Koi Haltung

Um eine besonders gute Wasserqualität im Teich zu erreichen, verdient die Filterung besonderes Augenmerk. Allein schon kurze Ausfälle der Anlagen können Folgen für das Gleichgewicht des Teichwassers haben. Der effektivste Einsatz der Wasserfilter ist eine Kombination aus technischen und biologischen Filtern, so können beide Techniken je nach Teichgröße ihre Vorteile einsetzen. Ebenso effektiv ist der Einsatz einer Belüftungstechnik. Die aktive Belüftung und die dabei entstehende Bewegung im Wasser haben einen positiven Effekt auf die Fische, ebenso wie auf Kleinlebewesen und wichtige Bakterien im Teich.

Bei der Koi-Haltung ist eine Bepflanzung im Teich nicht sinnvoll, denn die Tiere sind Allesfresser und nehmen sich dabei auch die Teichpflanzen vor. Die Heimat der Koi gleicht dabei mehr einem tiefen Wasserbecken statt einer grün anmutenden Naturoase. Verfügt der Teich nicht über eine Mindesttiefe von zwei Metern, sollten die Koi über die kalte Jahreszeiten nicht im Teich bleiben. Vielmehr sollten sie in Übergangsbecken in einem frostfreien, aber kühlen Raum überwintern. Bietet das Heim im Garten genug Platz, so sollte aber immer eine Überwinterung darin vorgezogen werden.

Spezielles Koi Futter

Beachtet sollte bei der Koi-Haltung zu jeder Jahreszeit eine entsprechende Ernährung der Tiere. Je höher die Temperatur im Wasser, desto mehr Nahrung nehmen die Koi auf. Deshalb kann bei Temperaturen von über 20 Grad etwa drei- bis viermal Futter gegeben werden. Berücksichtigen Sie dabei immer, dass zu viel Futter zu Lasten der Wasserqualität gehen kann. Fällt die Temperatur unter 12 Grad, so kann die Futterration auf eine Portion pro Woche reduziert werden.